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Konzertbericht Erfurt 13.12.2008
von Katja Strauß

Mein erstes Negative Konzert

Es ist Samstag früh 7:00 Uhr, wir schreiben den 13.12.2008 und ich drehe mich schon seit einer kleinen Ewigkeit in meinem Bett hin und her. Der Grund: Negative rocken heute das Gewerkschaftshaus in Erfurt und ich freue mich schon riesig die 5 Finnen live zu erleben. Für mich soll es heute das erste Negative Konzert sein und umso aufgeregter bin ich natürlich und hoffe das nicht noch mehr schief geht, denn so ganz ohne Probleme sollte mein erstes Negative Konzi dann doch nicht über die Bühne gehen. Eigentlich wollte mich meine beste Freundin nach Erfurt begleiten doch am Freitag vor dem Konzert hat auch sie die Grippewelle erwischt und das sollte nicht die letzte "negative" Überraschung sein. Als ich mit meiner Freundin beim Googeln erfahren habe das es vom Erfurter Hauptbahnhof bis zum Gewerkschaftshaus mehr als 2 Stunden Fußweg sein sollen und dazu noch bei diesen eisigen Temperaturen, habe ich es geschafft meinen Dad zu überreden uns mit dem Auto nach Erfurt zu fahren.
Zum Glück hat er seine Meinung nicht geändert trotz das meine Freundin nicht
mitfahren konnte. Soweit ganz gut doch dann kam ein Anruf, von meinen Dad und er sagte: das Auto muss in die Werkstatt und die Reparatur würde bis ca. halb 4 dauern. Das war eine Katastrophe, denn schließlich war das Auto meine letzte Hoffnung zum Konzert zu kommen. Selbst den Zug den ich hätte nehmen müssen ist schon abgefahren. Ich hatte mir schon gedacht das noch irgendetwas schief laufen würde und mein Gefühl täuschte mich leider nicht. Es wäre ja wahrscheinlich auch viel zu langweilig geworden wenn alles reibungslos geklappt hätte. Wo bleibt denn da die Spannung! Obwohl eben diese fast am explodieren ist hat sich das Hoffen und Bangen gelohnt und die Misere ein Happy End. Dank schneller und zuverlässiger Arbeit der Mechaniker konnte, mit etwas Verspätung, die Fahrt nach Erfurt um 4 losgehen. Jeder kann sich sicher vorstellen dass mir ein Stein vom Herzen gefallen ist. Oder war es doch schon ein Eisberg! Egal, ich bin einfach nur happy.

Bei aufkommendem Nebel fahren wir etwas über eine Stunde nach Erfurt. Nach ein paar mal fragen und dank der guten Orientierung der Erfurter stehen wir halb 6 vor dem heiß gesuchten Objekt: das Gewerkschaftshaus. Das erste was mir sofort in die Augen sticht ist der große schwarze Tourbus und dann sehe ich auch schon die ersten wartenden Fans. Zu meiner Erleichterung sind noch nicht ganz so viele da. Außerdem kann man schon Schlagzeug & Gitarren Sound hören! Jetzt muss schnell noch ein Parkplatz her. So schnell wie ich geredet habe konnte mein Dad gar nicht gucken aber wir finden gleich einen freien Platz. Jetzt heißt es erstmal tief luft holen, noch schnell eine Tasse heißen Tee trinken und dann noch mal die Checkliste fürs Konzert durch gehen. Das wichtigste natürlich ist das Konzert-Ticket, meine geliebte Digi-Cam, mein Handy und noch ein paar kleine Accessoires verstaue ich in meiner Jacke, dann noch die Wintermütze auf den Kopf gesetzt und jetzt kann es endlich los gehen. Mein Herz schlägt mittlerweile doppelt so schnell und ich bin total aufgeregt. Als ich mich zu den schon wartenden Fans stelle sind es geschätzte 40, mich einbezogen. Trotz das es mein erstes Negative Konzi ist merke ich das hier überwiegend weibliche Fans warten aber von hysterischen Geschrei kein Ton zu hören ist. Ich glaube hier wollen alle das gleiche: einen klasse Konzert Abend mit den coolen Finnen verbringen und einfach genießen. Bei eisigen Temperaturen heißt es jetzt erstmal auf den Einlass warten. Bei diesen minus Graden kommen mir die anderthalb Stunden wie eine Ewigkeit vor. Wenn ich daran denke das manche Fans hier schon mehr als 5 Stunden warten, Respekt! Um ca. 19:30 sind dann auch die letzten aufgestanden und nun kommt Bewegung in die doch ziemlich gewachsene Masse.

Dann um 19:40 ist es endlich soweit, die Türen öffnen sich. Doch großes Gedränge und geschupse sind hier nicht zu finden. Der Einlass geht schnell und auch die Kontrollen der Security verlaufen ruhig und zügig. Für mich persönlich war das ein sehr gut organisierter Einlass und auch die freundlichen Securitys sind zu loben. Als erstes kreisen meine Blicke in den Raum. Da ich noch nie vorher im Gewerkschaftshaus war lasse ich die ersten Eindrücke auf mich wirken. Da die meisten Besucher an der Garderobe stehen, zieht es mich als nächstes zum Merchandise Stand und ich gönne mir auch gleich ein Tourposter und die neue kuschelige Negative Wintermütze und jetzt gehe ich fix in Richtung Stage und kann mir einen guten Platz in der 3.Reihe sichern. Schnell alles verstaut, die Ohropax rein und dann geht das erste warten auf die Vorband Substyle los, eine Band aus Köln von der ich vorher noch nie etwas gehört habe aber ich lasse mich überraschen. Wann genau die Band auf der Bühne stand kann ich leider nicht sagen aber zum ersten mal geht an diesem Abend das Licht aus und die ersten Töne dröhnen durch die Boxen. Leider will sich die Location, auch nachdem die Band die Bühne betreten hat, nicht wirklich richtig füllen. Was ich schade fand. Wenn ich außer Acht lasse das ich ihre Musik vorher nicht kannte, sie kaum in ein Genre einordnen kann und nicht möchte, muß ich sagen das es mir persönlich gut gefallen hat. Die Band stellte sich, trotz wohl vieler bekannter Gesichter, noch mal für Neulinge wie mich vor und kommunizierte auch zwischen den Songs immer wieder mit den Fans. Als Supportband von Negative haben Substyle ihre Position gut verteidigt und verdient. Mit dem ende des letzten Songs verabschiedet sich die Band und wünscht uns einen schönen Abend mit Negative. Während der Pause kann man der Crew von Negative beim aufbauen des Bühnen Equipments beobachten und auch der bis jetzt leer gebliebene Rest der Location füllt sich jetzt im Minutentakt.

Nach ca.20 Minuten geht zum zweiten mal das Licht aus und die Aufregung erreicht ihren Höhepunkt für diesen Abend. Dann endlich betreten Jay, Antti, Snack, Larry und Jonne die Bühne. Vor lauter Aufregung weiß ich jetzt ehrlich gesagt nicht mehr ob das die richtige Reihenfolge ist aber ist ja halb so schlimm.

Auf jeden Fall betritt Jonne die Bühne mit seiner Akustikgitarre und stimmt die ersten Töne von "My My, Hey Hey" an. Die Haare hat er zu einem Zopf gebunden und sieht soo gut aus! Was dann folgt ist ein finnisches Feuerwerk und ein perfekter Mix aus Glam Rock, sanften Balladen und Temperament pur!!!

Es folgen Songs wie "Lust'n Needs", "Givin up" oder auch "An Ornament" vom neuen Album Karma Killer aber auch die Nummer 1 Hits "In My Heaven" und "Moment Of Our Love" gibt Jonne zum Besten. Die Band gibt ihre positive Stimmung an die Fans weiter und die Kommunikation lässt nicht ein einziges mal während der Show zu wünschen übrig. Jonne lässt seine Hüfte kreisen, flirtet mit dem Publikum und raubt einem mit seiner Leidenschaft und seinen niedlichen Lächeln den Atem. Energiebündel Jonne rennt von einem Bühnen-Ende zum anderen, Larry rockt, Snack zeigt mit seinem Keyboard wo die Tasten hängen, Antti lässt seine roten Rastas wirbeln und Jay lässt die Drumsticks glühen. Bei dem laut starken "Motherfucker" und dem Überflieger
"Planet Of The Sun" dreht er sich mit seinem Mikroständer wild im Kreis.

JNach ca.60 Minuten und dem letzten Song "One Last Shot" verlassen Negative die Bühne. Doch nach Ohren betäubenden "Zugabe" rufen der Fans entern die 5 Negativen zum letzten mal für heute Abend die Bühne und zeigen uns noch einmal die Power der 5!

Mit einem glänzenden Gitarrensolo beginnt die erste Zugabe "Misery", der dann "Until You're Mine" folgt und schließlich mit der Debüt Single aus Karma Killer "Won't Let Go" seinen glanzvollen Höhepunkt erreicht. Die 5 Finnen bekommen ihren wohl verdienten, Minuten langen Applaus und verabschieden sich gebührend von ihrem begeisterten Publikum.
Für mich war es ein sensationelles Konzert Erlebnis und ich werde beim nächsten Mal auf jeden Fall wieder mit dabei sein. Jeden der noch nicht in den Live Genuss von Negative gekommen ist den kann ich es nur mit 10 Glitzerpunkten empfehlen;))


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